Und da waren es zwei…

Die Amseln nisten tatsächlich wieder auf unserem Balkon – ob es wohl dasselbe Pärchen wie im letzten Sommer ist? Dann hat vermutlich der Jungvogel seinen ersten Flug überstanden… Vor ungefähr eineinhalb Wochen habe ich sie bei der Besichtigung gesehen, das Männchen saß auf dem Balkongeländer und flötete ein (Revierabgrenzungs?-)Lied, beide hüpften auf den Blumenkästen herum, es wirkte wie eine Wohnungsbesichtigung.

Damit sie mir bei meinen Bepflanzungsplänen nicht allzu sehr in die Quere kommen, habe ich ihnen ein Körbchen mit etwas Heu so hingesetellt, dass sie mich nicht stören und die Vögel ihre Ruhe haben würden. Aber die Tierchen haben ihren eigenen Kopf und so haben sie ihr Nest zu meiner Brombeere in den Topf gebaut. So geht es auch, es ist immer noch eine ruhige Ecke, nur manchmal werde ich gießen müssen.

Am ersten Tag war nur das Nest da, einen Tag später lag ein Ei drin. Dass das Amselweibchen (das meistens brütet), das Ei alleine lässt, beunruhigt mich nicht mehr, denn ich habe es letzten Sommer schon nachgelesen: Amseln legen nach und nach 3-4 Eier legen und erst, wenn das 2. Ei gelegt ist, bleiben sie über Nacht im Nest und ab dem 3. Ei beginnen sie richtig mit dem Brüten.

Jetzt ist das zweite Ei im Nest.

Wunderhübsch, beides, das kunstvoll geflochtene Nest und die blau-grün gesprenkelten Eier darin.

Meine Schwester hat übrigens an ihrer Vogeltränke beobachtet, dass Amseln ihr Nistbaumaterial durch das Wasser ziehen, so können sie es wohl besser verarbeiten. Und das ist ein weiterer Grund (Link auf Artikel „Geflügelte Freunde“ ?), warum überall, wo es möglich ist, eine Vogeltränke (Link: Esschert Design Hängende Vogeltränke, 2 Vögel aus Gusseisen und Schiefer, 20,9 x 14,7 x 7,8 cm) stehen oder hängen sollte 🙂

Über judith 8 Artikel
Judith ist Historikerin, Schuhmacherin und Permakultur-Designerin und schreibt auf Permakultur praktisch über urbane Permakultur und ihre Balkongarten.

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